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04.12.2009: Eppelborner Unternehmer Franz Josef Juchem wird 75

Am 5. Dezember 2009 vollendet Ökonomierat Franz Josef Juchem, Unternehmer aus Eppelborn, sein 75. Lebensjahr.

1934 geboren, trat er 1952 im Alter von 18 Jahren in das Unternehmen ein, das seinen Ursprung in dem 1921 von seinem Vater Franz Juchem im saarländischen Eppelborn gegründeten Landhandelsgeschäft hat. Nach einer Müllerlehre studierte Franz Josef Juchem an der Deutschen Müllerschule in Braunschweig. Das Studium beendete er 1954 als Müllereitechniker. Bevor er an die Saar zurückkehrte, sammelte er berufliche Erfahrungen als Kaufmann in Hamburg, als Müller in Paris und als Futtermittelmüller in Lille.

Mitte der 60er-Jahre gelang ihm eine bahnbrechende Erfindung: Durch ein Loch im Kühlschrank sprühte Franz Josef Juchem flüssiges Fett in das Innere. Aus dem kleinen Versuch in der heimischen Küche entwickelte er ein hochtechnologisches Verfahren. Die Methode, flüssige Fette in rieselfähiges Pulver umzuwandeln, wurde als Frijet-Verfahren patentiert und führte zur Entwicklung zahlreicher innovativer Produkte. Zu den Kunden gehören heute die großen Markenartikler der Nahrungsmittelindustrie. In den 1970er-Jahren wandte er sich einem weiteren Bereich der Ernährung zu: Eier, zuerst in der Schale, später als pasteurisiertes Flüssigei. Diese Bereiche gehören neben den Mühlen zu den Hauptgeschäftsfeldern der Juchem-Gruppe. Heute produziert das Unternehmen in dritter Generation mit rund 300 Mitarbeitern an sieben Standorten Grundstoffe gesunder Ernährung.

1991 wurde Franz Josef Juchem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1995 mit dem französischen Ritterorden Mérite agricole ausgezeichnet. Im Jahre 2007 wurde er von der französischen Regierung für besondere Verdienste um die Förderung der französischen Landwirtschaft und die Vermarktung der Agrar-Produkte zum „Chevalier de l'Ordre du Mérite Agricole“ ernannt. Ebenfalls für sein großes Engagement für die Landwirtschaft zeichnete Ministerpräsident Peter Müller ihn 2004 mit dem Titel "Ökonomierat" aus. Zweimal war er Finalist beim Entrepreneur des Jahres, 2004 wurde er Preisträger des Großen Preises des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Franz Josef Juchem erhielt viele weitere Auszeichnungen, die seine besonderen Verdienste als Unternehmer, Berater und fairer Vermittler unterschiedlicher Interessen würdigen. Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt, so z. B. bei der FEFAC, dem Europäischen Verband der Futtermittelindustrie, und dem DVT, dem Deutschen Verband Tiernahrung; außerdem ist er Ehrenmeister im Müllerhandwerk.

Auch noch mit 75 Jahren engagiert er sich, z. B. als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes und im Wirtschaftsbeirat von Eppelborn.

Ein besonderes Anliegen ist für Franz Josef Juchem das soziale Engagement, so wünscht er sich zu seinem Geburtstag statt Geschenken Spenden für den Verein Hilfe durch Rotary e.V.

Bleibt ihm neben all diesen anspruchsvollen Aufgaben noch Zeit, beschäftigt ihn eines seiner zahlreichen Hobbys wie Jagd, Kunst, Musik und Literatur. Und dass er ein Familienmensch par excellence ist, wissen seine vielen Freunden und Bekannte nicht erst seit der Veröffentlichung des Buches "Ein Haus - Eine Familie, das Bachmichel-Haus zu Eppelborn" im Jahre 2005, in dem er die Geschichte seiner Vorfahren und die Entstehungsgeschichte des Hauses beleuchtet.