hintergrund bild

Juchem Gruppe

Juchem Gruppe Logo

20.01.2012: Neu. Die Palmöl-Alternative.

Die Juchem Food Ingredients GmbH, ein Tochterunternehmen der saarländischen Juchem-Gruppe, hat am Standort in Eppelborn einen zweiten Sprühturm gebaut. Flüssige Pflanzenfette und Emulgatoren werden hier in einem physikalischen Prozess, d. h. ohne chemische Veränderung, zu stabilen Pulvern verarbeitet.

Mit einem Loch im Kühlschrank fing alles an. Durch das sprühte Franz Josef Juchem, Geschäftsführer des Familienunternehmens, flüssiges Fett in das Innere des Kühlschranks. Aus dem Versuch in der heimischen Küche entwickelte er ein hochtechnologisches Verfahren, das sogenannte Frijet-Verfahren, das Mitte der 1960er patentiert wurde.

Flüssiges Fett wird über Düsen in einen geschlossenen, mit kalter Luft gefüllten Raum gesprüht. Das Fett kristallisiert, heraus kommt ein mikrofeines Pulver. Die Teilchengröße ist genau auf das jeweilige Produkt einstellbar.

Durch die kontinuierlich Weiterentwicklung dieser speziellen Sprühtechnik ist Juchem inzwischen in der Lage, reine Fette ohne Trägerstoffe feinst zu versprühen. Die Korngrößenverteilung kann sehr genau eingestellt werden (< 63 µ). Dies hilft unter anderem dabei, die eingesetzte Menge an Emulgatoren zu reduzieren.

Auch das Sprühen von Fetten auf Trägerstoffen wie z. B. Mehl ist mit dieser Technik möglich. Durch Mischen der Komponenten und Vorkonfektionieren werden für die Kunden Arbeitsschritte gespart. 

Als Geschmacksträger Nr. 1 bei Lebensmitteln spielt Fett eine große Rolle in der Ernährung. Durch die Vorteile des Fettpulvers gegenüber flüssigen Fetten wie saubere Verarbeitung, bessere Dosierbarkeit und Lagerung bei Raumtemperatur sind Grundstoffe von Juchem in unzähligen Fertigprodukten enthalten.

Produkte auf der Basis des Frijet-Verfahrens werden weltweit in der Lebensmittelindustrie als qualitativ hochwertige Grundstoffe in ihren Rezepturen eingesetzt. Kunden sind Suppen- und Soßenhersteller, Produzenten von Backmischungen, Backmitteln und Gewürzen. (Geliefert werden die Fettpulver in Verpackungsgrößen von 10 kg bis 1.000 kg in Sack, im Karton oder im Big-Bag. Auch die Lohnherstellung von Pulver ist möglich.)

. Das in dem neuen Sprühturm eingesetzte Gleichstromverfahren mit kalter Luft hat den Vorteil, dass man mit weniger Energie ein feineres Pulver sprühen kann.

Ein Novum ist, dass die Produktion den Regeln des Kaschrut, der jüdischen Speisegesetze, entspricht und somit koschere Nahrungsmittelgrundstoffe hergestellt werden können. Die Produktion ist koscher zertifiziert, ebenso DIN EN ISO 9001:2008.

Neben dem neuen Verfahren ist sich die Juchem-Gruppe aber auch ihrer Verantwortung in puncto Nachhaltigkeit bewusst.

Im September 2010 ist die Juchem Food Ingredients GmbH als eines der ersten Unternehmen in Deutschland dem “Round Table for sustainable Palm Oil“ (RSPO) beigetreten, eine Organisation, die sich seit 2004 für den Anbau und die Verwendung von nachhaltigem Palmöl einsetzt.

Inzwischen kann Juchem Palmöl durch Sonnenblumenfett ersetzen und so zum Schutz der Umwelt und zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beitragen.

Zudem ist das Unternehmen Partner im Projekt „Nachhaltige Beschaffung“ des ISUN, des Instituts für nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft der Fachhochschule Münster. Das Projekt ist im November 2010 gestartet. Ziel bis Oktober 2012 ist es, ein Konzept für eine nachhaltige und somit verantwortungsvolle Beschaffung zu entwickeln.

Kontakt
Jürgen Becker, Telefon: 06881/800-252, E-Mail: juergenbecker@juchem.de
Susanne Roa, Telefon: 06881/800-117, E-Mail: susanneroa@juchem.de